Konzept Jugend- und Freizeitpark Wermelskirchen

Rollrausch Wermelskirchen e.V. 1999
Gemeinnütziger Rollsportverein

Sehr geehrte Damen und Herren (Schreiben an die Stadt Wermelskirchen)
Unseren Verein erreichen immer wieder Anfragen, auch seitens der Parteien, ob es so etwas wie einen Treffpunkt für die Jüngsten in unserer Stadt gibt. Immer wieder müssen wir dies leider Verneinen. Die Stadt Wermelskirchen braucht endlich ein Freizeitgelände/Rollsportpark. Dieser Treffpunkt wird dringend von unseren Kinder und Jugendliche benötigt, damit sie nicht weiterhin ziellos in der Stadt herumhängen müssen. Dafür prädestiniert ist das brach liegende Grundstück hinter dem LIDL-Mark und in unmittelbarer Nähe der Dellmannstraße. Die Gestaltung des Grundstückes zu einem Freizeitgelände mit Rollsportpark, wäre eine hervorragend Möglichkeit, Wermelskirchen als Stadt mit Bürgernähe und nachhaltiger Jugendarbeit zu präsentieren. Darüber hinaus bietet unser Konzept zu einer solchen Anlage auch die Möglichkeit, die Balkantrasse mit anzubinden. Dort könnten dann Radfahrer ein wenig verweilen um zu Rasten. Der damit verbundene Prestigefaktor für die Stadt Wermelskirchen liegt auf der Hand. Andere Gemeinden haben das Potential für eine solchen Anlage bereits erkannt und umgesetzt, das letztlich zu einer enormen Steigerung der Lebensqualität für alle Einwohner und Besucher führte. Detaillierte Informationen entnehmen sie bitte unserem Konzept.

Mit sportlichen Grüßen
Ihre ehrenamtlichen Helfer des Rollrausch Wermelskirchen e.V.

Konzept für ein Freizeitgelände/Rollsportpark in Wermelskirchen

Einleitung
Der Bau eines Freizeitgeländes mit einer Rollsportanlage in der Stadt Wermelskirchen und damit verbunden die Erweiterung des Freizeit-und Sportangebotes für Kinder und Jugendliche wird zurzeit von vielen Seiten befürwortet und vor allem unterstützt. Die Reaktion der Szene dieser Jugendkulturgruppe und erste politische Stimmen zeigen, daß nun der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein scheint, um eine Planung und den Bau zu konkretisieren. Während mehrerer Touren mit dem Rollrausch Wermelskirchen e.V. konnten sich die rollsportbegeisterten Kinder-und Jugendlichen ein Bild von verschiedenen Anlagen anderer Kommunen und Städte machen, Vor- und Nachteile dieser analysieren und erste wichtige und konzeptorientierte Aspekte heraus arbeiten, die bei der Umsetzung hilfreich sein werden. Mit der Unterstützung der Stadt Wermelskirchen und dem Rollrausch Wermelskirchen e.V. sollen Jugendliche so von Anfang an bei der Umsetzung und Planung beteiligt werden, eine Präambel zukünftiger Politik und Verwaltungsarbeit in dieser Stadt.

1. Fläche
Die Fläche eines Rollsportplatzes muss aufgrund der Geschwindigkeit und Rollfähigkeit der Sportgeräte ausreichend Platz zum Üben, Ausweichen, Springen und Überwinden haben. Skateboarder, Roller- und BMX-Fahrer sowie Inline-Skater, das haben die Beobachtungen während der Fahrt gezeigt, sind darauf angewiesen, eine Übersicht und damit auch eine Reaktionsmöglichkeit während des Fahrens zu haben. Zu enge Parcours und Fahrwege beinhalten mögliche Unfallpotentiale und nehmen den Fahrern die Trainingsmöglichkeit und den Spaß. Ein großer Platz ermöglicht Fahranfängern sowie fortgeschrittenen Boardern das Üben auf unterschiedlichem Niveau. Plätze in anderen Kommunen haben gezeigt, dass ein rücksichtsvolles Miteinander nur dann möglich ist, wenn unterschiedliche Fahrniveaus und entsprechender Platz bei der Planung mit berücksichtigt werden. Der Platz soll möglichst viele Nutzer ansprechen, die mehr oder weniger gleichzeitig den Platz nutzen können. Die Erfahrungen anderer Kommunen und Städte zeigen, dass ein Rollsportpark mit unterschiedlichen Fahrniveaus aber auch verbunden mit anderen Rollsportarten einen noch größeren Zulauf erfährt. Daher ist das Grundstück direkt an der Dellmanstraße geradezu ideal. Aus pädagogischer Sicht wünschen wir uns, dass sich der Platz zu einem informellen Treffpunkt entwickelt, an dem sich Jugendgruppen unterschiedlichster (sportlicher) Ausrichtung in ihrer Freizeit treffen können (siehe Punkt „Multifunktionalität/Pädagogik“). Der Platz soll also zum Verweilen einladen, und daher eine gewisse Infrastruktur wie Sitzmöglichkeiten, Tische, Bänke, Toiletten, Mülleimer so wie einen Trinkbrunnen aufweisen. Verschiedene Nutzergruppen bedeuten unterschiedliche Interessenlagen, die sich z.B. im Rahmen unseres Vereins, der sich um die Belange des Platzes kümmern soll, wiederfinden können. Auch sind wir der Ansicht, dass der Bau, die Planung einer größeren Gesamtfläche, die oben angedeuteten Potentiale beinhaltet. Wichtig für den Fahrspaß und die Trainingsmöglichkeiten sind neben der Größe der Fläche die Beschaffenheit des Untergrundes. So haben unsere Beobachtungen und Erfahrungen mit Asphaltdecken gezeigt, dass diese nach einigen Jahren, bedingt durch schlechte Verarbeitung und mangelhafter Qualität, vor allem witterungsbedingt nachgeben, aufreißen und somit ein Unfallpotential bergen. Wir befürworten aus unserer Sicht die Verwendung von Beton. Beton besitzt die besten Roll- und Laufeigenschaften, ist so gut wie witterungsunabhängig und besitzt die größte Langlebigkeit vom Material her, ist somit fast wartungsfrei. Beton ist zudem gegenüber gewalttätigen Aktionen und Vandalismus sicher. Falls Beton aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommt, sollte aber eine qualitativ gute Asphalt-Decke in den Planungen berücksichtigt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Planung ist die Abtrocknungsfähigkeit des Platzes. Feuchte Stellen auf den Fahrelementen und der Fahroberfläche, bedingt durch Absenkung des Bodens oder mangelhafte Verarbeitung, beinhalten ein hohes Unfallrisiko. Daher ist es notwendig, über den Einbau eines Drainage-Systems nachzudenken.
Der Platz sollte aus fahrtechnischen Gründen eine rechteckige Form besitzen, da beim Auslaufen oder – rollen immer die langen Seiten eines Platzes genutzt werden. Die Fahrer haben so durch die teils hohen Geschwindigkeiten die Möglichkeit, anderen Fahrern und Hindernissen gefahrlos auszuweichen und vor allem erneut Schwung zu holen.
Bei der Planung des Platzes sollte eine ganzjährige oder zumindest neunmonatige Nutzung in Betracht gezogen werden. Dies bedeutet, dass der Skatepark auch in dunkleren Jahreszeiten durch Installierung einer Flutlichtanlage genutzt werden kann. Damit wäre dieses Freizeitangebot fast kontinuierlich aufrecht zu erhalten.

Zusammenfassung:
– Ausreichend große Fläche, die allen Fahrniveaus (also Anfängern wie auch Fortgeschrittenen) gerecht
wird und die in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden kann
– Rechteckige Grundform des Platzes, um An- und Auslaufmöglichkeiten für die Fahrer zu haben
– Platzgröße entscheidend für Anzahl der Nutzer
– Platz muss mehrere Nutzergruppen vereinen können
– Fahroberfläche des Rollsportgeländes aus Beton bzw. glatte Asphaltdecke (temperaturfest)
– Ca. 1800m2 Grundfläche
– Platz muss gut abtrocknen können (Abwassersystem, Drainage)
– Flutlichtanlage mit Zeitschaltuhr zur Nutzung auch in dunkleren Jahreszeiten

2. Fahrelemente
Wie oben schon angedeutet empfiehlt sich bei der Umsetzung die Verwendung von Beton. Gerade die im Rollsportbereich übliche (billigere) Variante, Fahrelemente aus Holz zu verbauen, halten wir für eine zu kurzsichtige Betrachtungsweise. Zunächst ist Holz als billigere und schneller zu realisierende Umsetzungsmöglichkeit zu sehen, jedoch ist dieser Baustoff bei langjähriger Abnutzung ein zusätzlicher, immer wiederkehrender Faktor bei der Instandsetzung und Wartung der Fahrelemente (hohe Folgekosten). In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Beton verschiedene Vorteile besitzt:
– Beton ist witterungsbeständig
– Beton ist Vandalismus-sicher
– Betonoberflächen sind fast abnutzungsfrei und bieten somit eine langfristige und qualitativ gleichbleibende Nutzungsmöglichkeit
– Betonoberflächen sind bei entsprechender Bearbeitung geräuschärmer als Holzkonstruktionen

Die Planung und Konzeptionierung eines Rollsportplatzes für Wermelskirchen sieht wie schon unter Punkt 1. erklärt, die Nutzung vieler Gruppen vor. So sollen bei der Auswahl der Fahrelemente alle Fahrniveaus (Anfänger bis Fortgeschrittene), die Ansprüche von Skateboardern, der BMX-Fahrer, Roller-Fahrer und auch der Inline-Skater berücksichtigt werden. Deshalb ist es absolut notwendig, die Experten“ an dieser Stelle mit an der Planung zu beteiligen. Die Aktiven des Rollrausch Wermelskirchen e.V. haben umfassende Erfahrung mit der Planung und Ausführung von Rollsportplätzen, und sollten in die Planungsarbeit mit eingebunden werden. Ein Platz, der allen Ansprüchen gerecht wird, wird sich in der Szene schnell herumsprechen und auch überregional bekannt werden. Das hat auch positive Folgen für die lokale Wirtschaft! Die Planung mit dem Baustoff Beton hat seinen entsprechenden Preis. Wunsch ist hier vor allem eine vernünftige Fahroberfläche und die Aussicht auf eine langfristige und nachhaltige Nutzung des Rollsportparks.

Zusammenfassung:
Verschiedene Elemente mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für alle Fahrniveaus erhöhen die Attraktivität Überregionaler Bekanntheitsgrad ergibt sich aus Qualität des Platzes und Fahrspaß. Ein qualitativ guter Platz bedeutet gute Resonanzen der Szene und überregionale Bekanntheit – viele Rollsportler werden den Platz aufsuchen und die lokale Wirtschaft unterstützen Qualität statt Quantität bei Auswahl der Elemente und des Baustoffes

3. Multifunktionalität/Pädagogik
Neben den erwähnten Nutzergruppen sehen wir auch andere Randgruppen von Jugendkultur. So stellen wir uns neben den aktiven Sportangeboten auch eine kreative Nutzung und Gestaltung des Platzes vor. So könnten Graffiti-Sprayer auf legalen Flächen auf sich aufmerksam machen. Aufgrund unterschiedlicher Nutzergruppen wird sich zwangsläufig auch die soziale Kontrolle erhöhen. Die Sportler werden sich beobachten und mit anderen ins Gespräch kommen – ein weiterer positiver Effekt. Bei der Planung muss, wie oben schon angedeutet, eine jugendgerechte Infrastruktur vorhanden sein. Auch ansprechende Sitz- und Verweilmöglichkeiten werden Besucher und Aktive anziehen. Die unmittelbare nähe des Platzes zur Balkantrasse würde ebenso Radler und Zuschauer anziehen, die dort
eine Möglichkeit zur Erholung vorfinden. Die Lage des Platzes bewirkt eine Öffentlichkeit, die die Rollsportler motiviert ihre Fertig- und Fähigkeiten anderen zu präsentieren. Damit haben diese Jugendlichen und Kinder auch eine Vorbildfunktion, weil sie andere animieren und dafür begeistern, ihre Sportart ebenfalls zu erlernen. Für das pädagogische Personal des Stadtjugendamtes ergeben sich aus einem informellen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche sehr viele Möglichkeiten, um mit ihrer Klientel Kontakt aufzunehmen. Eine begleitete Freizeitgestaltung unter zeitweiliger Aufsicht sowie Beratungs- und Beziehungsangebote vor Ort sind möglich und ein wichtiges Argument bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Konzeptes. Aus pädagogischer Sicht können bei einer derart konzipierten Anlage alle Nutzergruppen voneinander profitieren, indem sie sich mit dem Platz, dessen Angebot und den Strukturen (Regeln inkl.) identifizieren. Neben der sozialen Kontrolle soll natürlich auch das soziale Miteinander verschiedener Jugendkulturen sowie Jugendlichen mit unterschiedlichen Herkunftsbiografien gefördert werden.

Zusammenfassung:
– Durch den Bau sollen verschiedene Nutzergruppen angesprochen werden
– Neben den Fahrern (Skateboard, BMX, Scooter) andere Sportarten und szenenahe Gruppen wie Sprayer (legale      Sprayflächen) zusammenbringen
– Unterschiedliche Gruppen ermöglichen Öffentlichkeit und soziale Kontrolle
– Kommunikation und Akzeptanz unter Jugendlichen wird gefördert
– Viele Nutzer eines Platzes ermöglichen gute Erreichbarkeit und Kontaktmöglichkeiten für das mobile pädagogische Personal des Stadtjugendamtes und andere pädagogische Institutionen, weil der Platz auch als informeller Treffpunkt für alle fungiert7

4. Infrastruktur/Lage
Wie oben schon angedeutet sind die Aspekte „Infrastruktur und Lage“ für den Erfolg des Platzes von enormer Wichtigkeit. Andere Kommunen und Städte haben die Erfahrung gemacht, dass eine stadtferne Lage und damit eine schlechte Erreichbarkeit sich negativ auf die Nutzung eines Platzes auswirken. Bei der Planung muss daher auf diese Faktoren ganz besonders viel Wert gelegt werden. Zwar bietet die Rollsportszene eine Mobilität per se an, so ist jedoch eine gewisse Zentralität langfristig für den Erhalt einer Szene (Stichwort Vorbildfunktion und Erlernen der Sportart) überlebenswichtig. Eine gute Erreichbarkeit ist auch für die überregionalen Besucher von großer Bedeutung und damit ein wichtiges Kriterium, einen Platz zu besuchen. Neben der Lage spielt die infrastrukturelle Ausstattung des Platzes eine wichtige Rolle. Sitzmöglichkeiten, Toiletten, ein Kiosk oder Supermarkt in der Nähe, eine
„Pommes Bude“ sind Faktoren für den Erfolg und bei der Konzeptionierung zu beachten. Dies ist durch die o.g. genannten Einrichtungen in Wermelskirchen am Busbahnhof gesichert. Die unmittelbare nähe zum Radweg Balkantrasse ist ebenfalls dabei positiv zu erwähnen. Die Rollsportanlagen, die ihre natürliche Umgebung beim Bau mit einbeziehen, üben noch einen zusätzlichen optischen Reiz aus. So kann z.B. ein Erdwall ein Akustikdämpfer sowie ein gestalterisches Element sein.

Zusammenfassung:
– Citynahe Lage ermöglicht gute Erreichbarkeit auch per Bus und Fahrrad
– Einbeziehung der natürlichen Umgebung als optischer Anreiz für Besucher und Nutzer
– Sitz- und Erholungsmöglichkeiten (Balkantrasse)
– Werkstatt/Lagerraum (z.B. für die Lagerung von Reinigungsgeräten, Werkzeug usw.)
– Toiletten
– Flutlicht (mit Zeitschaltuhr für die Einhaltung der Nutzzeit am Abend)
– Trinkbrunnen
– Mülleimer
– Gute Lage bietet Öffentlichkeit und soziale Kontrolle durch Besucher und Interessierte

5. Verein/Platzpflege/Öffentlichkeitsarbeit
Der Rollsportplatz muß, wie oben schon angedeutet, regelmäßig gepflegt und gereinigt werden. Neben der normalen Reinigung durch die öffentliche Hand bietet der Rollrausch Wermelskirchen e. V. an, sich auch um derartige Nebenerscheinungen zu kümmern. Dazu ist es notwendig, dass sich die Mitglieder mit dem Platz identifizieren und für diesen einsetzen. Durch eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit, durch Veranstaltungen auf und neben dem Platz soll immer wieder auf die zentrale Stellung des Platzes in der Angebotsstruktur für Kinder und Jugendliche hingewiesen werden. Wermelskirchen hat bisher keinen zentralen Treffpunkt für Jugendliche, ein Rollsportplatz mit entsprechender Struktur könnte so ein Ort werden. Unser Verein bietet zudem die Möglichkeit, Jugendlichen eine andere, niederschwellige Plattform zu bieten, wie sie vergleichsweise Sportvereine nicht haben. In den letzten Jahren hat hier
auch die Elterninitiative wertvolle Arbeit geleistet, die auf große Befürwortung bei den Eltern trifft. Unser Rollsportverein hätte somit wieder die Chance, sich strukturiert und organisiert zu präsentieren und sich öffentlich für ihre Belange einzusetzen.

Zusammenfassung:
– Mitträgerschaft durch den Rollrausch Wermelskirchen e.V. und der Elterninitiative die sich um die Belange des Platzes und die der Nutzer kümmert
– Der Rollrausch Wermelskirchen e.V. vertritt die Interessen der Nutzer in der Öffentlichkeit und kann durch Events neue Mitglieder und Interessierte gewinnen
– Mitglieder beteiligen sich ehrenamtlich am Projekt
– Platz muss von den Nutzern gepflegt und gereinigt werden
– Einbindung von Mitgliedern in die Arbeit der Jugendpflege
– Verein kann durch Präsentation und Events breite Öffentlichkeit erreichen und überregional bekannt werden, dadurch werden Interessen anderer Fahrer aus anderen Regionen gestärkt
– Motivation und Engagement der Fahrer resultieren aus Beteiligung und Identifikation mit dem Projekt und letztendlich mit dem Platz

6. Finanzierung und Kosten
Die Gesamtfinanzierung des Rollsportpark bewegt sich im Rahmen von ca. 150.000€ bis 180.000€. Die Summe setzt sich zum einen aus dem Bau des Untergrundes und der Fahroberfläche und zum anderen aus den Fahrelementen/Einbauten, Toiletten, Trinkbrunnen, Lager/Werkstatt, Flutlichtanlage sowie die Außengestaltung zusammen. Wie oben schon angedeutet, legen die Fahrer sehr viel Wert auf eine gute Qualität und Beschaffenheit der Fahroberfläche und weniger auf die Anzahl der Fahrelemente. Wichtig bei der Planung eines Rollsportplatzes ist die langfristige finanzielle Absicherung. In diesem Fall muss die Stadt zumindest einen Teil der zukünftigen Kosten tragen. Eine Fremdfinanzierung durch die Mitglieder des Rollrausch Wermelskirchen e.V. oder auch Sponsoren stellen zurzeit eine unbekannte Größe dar und sind nicht zu beziffern oder zu benennen. Vor dem Abriss der alten Rollsporthalle im Jahre 2010, wurde beim Ortstermin durch Vertretern der ALDI Marktkette eine Summe von 160.000-180.000€ als Kompensation für den verlorenen Standort der Rollsporthalle veranschlagt. Der Rollrausch Wermelskirchen e.V. erhielt zu keiner Zeit etwas von diesem Geld. Diese Summe sollte für die Bereitstellung einer neue Halle am AJZ Bahndamm verwendet werden, um den Rollsport in Wermelskirchen Nachhaltig zu fördern. Der Neubau wurde seitens der Stadt Wermelskirchen, und zugunsten einer zeitlich limitierten Anmietung der alten „TopZoo“ Halle leiderverworfen. Die Kosten für Umzug und Anmietung beliefen sich auf ca. 40.000€ für 1 Jahr Rollsport, die ein unbekannter Spender dem Rollrausch Wermelskirchen e.V. zur Verfügung stellte.

Zusammenfassung:
– Die Finanzierung des Platzes erfolgt durch die Stadt Wermelskirchen
– Eine langfristige Unterhaltung des Platzes muss von öffentlicher Hand gewährleistet werden
– Eine regelmäßige jährliche Bezuschussung/Förderung muss in angemessener Höhe im Haushaltsentwurf aufgeführt sein, so dass der Unterhalt des Geländes gesichert ist
– Bei Fremdfinanzierung sollte möglichst auf Authentizität der Sponsoren geachtet werden, z.B. Zweiradläden, Rollsportfirmen, Sportläden, jugendnahe Betriebe

Mit sportlichen Grüßen
Ihre ehrenamtlichen Helfer des Rollrausch Wermelskirchen e.V.

Beispiel Rollsportplatz - Grafik

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